Bouche-Schule (Grundschule)

Friedrich Bouché ließ zum 9. April 1857 ein Blatt drucken und verteilte es nur an Freunde und Bekannte; in den öffentlichen Blättern ist es nicht erschienen. Hier ist der Text in originaler Rechtschreibung:

Der Bouché'sche Garten zu Berlin.

Aufgefordert von mehreren Seiten, einige Notizen über den Bouchéschen Garten und über die Familie Bouché mitzutheilen, bemerke ich Folgendes:

Es war unter der Regierung eines Mannes, den wir noch immer mit Verehrung den grossen Kurfürsten nennen, als die protestantischen Bewohner Frankreich's unter Ludwig XIV. durch Aufhebung des Ediktes von Nantes, 17. Oktober 1685, aus ihrem Vaterlande vertrieben wurden.

David Bouché (1669 – 1727) flüchtete um 1697 nach Berlin und  kaufte am 9. April 1704 ein Grundstück von 4 Morgen in der Lehmgasse „durch Beihülfe einiger reicherer Landsleute für den Preis von 1200 Thalern“

Pierre Bouché (1703 – 1784) führte ab 1727 erstmalig die Obst- und Gemüsetreiberei in Berlin und der Mark Brandenburg durch

Jean David Bouché (1747 – 1819)übernahm 1781 den väterlichen Betrieb und baute große Treibhäuser, die er gleichzeitig als Kaffeehäuser benutzte; hohe Staatsbeamte und drei Könige kamen zum Kaffee hierher. Er führte in Berlin die Blumenzwiebelkultur ein. Daneben kultivierte er eine Vielzahl von Pflanzen; besondere Erfolge erzielte er mit der Gehölztreiberei und der Einführung der Hortensie   

3 Söhne:

Peter Friedrich (1785–1856)  führte neue Kulturen ein, war ein bekannter Erforscher von Garteninsekten

Peter Karl Bouché   Institutsgärtner in der Königl. Gärtnerlehranstalt in Schöneberg

2 Söhne:

Carl David Bouché, geb. 1782, kaufte sich 1810 ein Grundstück neben dem seines Vaters, siedelte nach 1825 aber nach der Blumenstraße 70 über

Karl David Bouché (1809–1881)  Leiter des Botanischen Gartens und Lehrer für Gartenbau an der Landwirtschaftlichen Hochschule Berlin

3 Söhne:

Johann David Bouchéführte den väterlichen Betrieb weiter

Julius Karl Friedrich

(1846–1922)Leiter des Botanischen Gartens der Landwirtschaftlichen Akademie Bonn, Orchideenzüchter

Friedrich Bouché (1850–1933)seit 1873 Direktor des Großen Gartens in Dresden, den er neu gestaltete, seit 1885 Hofrat und Obergarten-direktor der königlichen Gärten, verdient um große internationale Gartenausstellungen in Dresden

Charles F.R. Bouché

Prediger

300. Geburtstag von König Friedrich II. am 24. Januar 2012

Friedrich II. ist als ein sparsamer König in die Geschichte eingegangen. Manche meinen sogar, er habe so genügsam wie seine Soldaten gelebt. Wir wissen heute, dass das nicht stimmt. Er war ein Verschwender.

Der „alte Fritz“, wie er respektlos auch genannt wird, hatte als Kronprinz seine Auffassung zum Genuss in einem Brief vom 9. November 1739 an seine Lieblings-Schwester Wilhelmine dargelegt: "Die Künste wirken durch die fünf Sinne auf das Herz, Musik und Beredsamkeit durch das Gehör, Malerei und schöne Dekoration durch das Gesicht, guter Wein und Tafelfreuden durch den Geschmack, Düfte durch den Geruch. Nichts ist unvernünftiger als sich den Freuden zu versagen. Wir müssen vielmehr alle Tore öffnen, durch die sie zu uns gelangen können, und das Leben genießen, solange wir auf der Welt sind."

Es ist bekannt, dass Pierre Bouché großen Erfolg mit seinen Obst- und Blumenkulturen hatte. Friedrich Nicolai besaß ein Sommerhaus in den Lehmgasse 15. Er beschrieb Bouché als einen „überaus thätigen und intelligenten Mann“. Dieser Bouché hat sich als erster deutscher Gärtner der Vermehrung von Blumenzwiebeln angenommen, die bislang aus Holland eingeführt werden mussten. Im Jahre 1740 organisierte er die erste Hyazinthen-Ausstellung überhaupt.

Frankreich 1685

Im Dorf Bonnay am Fluss Loire in der Champagne (einer Landschaft im nördlichen Frankreichan der Grenzezu Belgien) lebte ein einfacher Weinbauer (Winzer). Sein Name war David Bouché. Um die Jahre 1696/1697 entschloss er sich, seine Heimat zu verlassen. Über mehrere Stationen erreichte er Berlin. Was war geschehen?

Zerstorung der Kirche zu Charenton im Jahre 1685

Ein Gesetz des Königs verbot den Hugenotten die Ausübung ihrer Religion. Priester wurden eingesperrt, Kirchen wurden zerstört. 200 000 protestantische Christen flüchteten aus Frankreich – sie hatten Angst um ihr Leben und wollten ihre Religion behalten.

Anschrift

Bouché-Schule, Grundschule
Bouchéstraße 5
12435 Berlin

Schule

Telefon: +49 (0)30 5337745
Fax: +49 (0)30 5337476
E-Mail: sekretariat@bouche.schule.berlin.de
web: http://www.bouche-schule.de

Rektorin: Frau V. Seiberl
Konrektorin: Frau M. Sommer
Sekretariat: Frau C. Loth

Hort

Haus 1  

Telefon: +49 (0)30 5337105
Fax: +49 (0)30 5337105

Haus 2  

Telefon: +49 (0)30 53014710

E-Mail: hort@bouche-schule.de 
Koord. Erzieherin: Frau B. Müffke

Förderverein

E-Mail: foerderverein@bouche-schule.de

Vorsitzende: Frau C. Wahlen

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