Bouche-Schule (Grundschule)

Friedrich Bouché ließ zum 9. April 1857 ein Blatt drucken und verteilte es nur an Freunde und Bekannte; in den öffentlichen Blättern ist es nicht erschienen. Hier ist der Text in originaler Rechtschreibung:

Der Bouché'sche Garten zu Berlin.

Aufgefordert von mehreren Seiten, einige Notizen über den Bouchéschen Garten und über die Familie Bouché mitzutheilen, bemerke ich Folgendes:

Es war unter der Regierung eines Mannes, den wir noch immer mit Verehrung den grossen Kurfürsten nennen, als die protestantischen Bewohner Frankreich's unter Ludwig XIV. durch Aufhebung des Ediktes von Nantes, 17. Oktober 1685, aus ihrem Vaterlande vertrieben wurden.

Unter diesen ihrer Religion Getreuen befand sich auch mein Urgrossvater, David Bouche, ein armer Winzer aus Bonnay an der Loire, Departement Loiret, Bezirk Gien, (Champagne), geboren 1669, der seinen Weinberg ohne Entschädigung verlassen musste. Er fand, wie viele seiner Schicksalsgenossen, eine gnädige und freundliche Aufnahme im Brandenburgischen und siedelte sich in Berlin an, wo er, fremd der Sprache und Sitten, sich kümmerlich von der Gärtnerei ernährte, bis es ihm gelang, am 9. April 1704 ein Grundstück von vier Morgen in der Lehmgasse, jetzt Blumenstrasse - im Winkel- durch Beihülfe einiger reicherer Landsleute für den Preis von 1200 Thalern zu erstehen; hier trieb er besonders Obst- und Gemüsebau, bis der Tod ihn 1727 abrief.

Von dieser Zeit ab ging der Garten an den Sohn des Verstorbenen Pierre David Bouche, 1703 geboren, über; derselbe kaufte noch ein bedeutendes Stück Garten von 3 Morgen für den Preis von 800 Thalern hinzu, von dem ehemaligen Markgräflichen Garten; er führte mit einigem Glück die Gärtnerei in derselben Weise fort, hatte aber mit Noth und Mangel mancherlei Art zu kämpfen, indem er eine starke Familie - es wurden ihm achtzehn Kinder geboren - zu ernähren hatte. Gewiss war er einer der ersten Gärtner, welche in Berlin die Blumen- und Obsttreiberei einführten. Er starb 1784.

Im Jahre 1781 übernahm mein Vater, der jüngste Sohn des Pierre Bouché, Jean David, 1747 geboren, das Geschäft. Es gelang ihm, unter günstigen Verhältnissen die Blumenzucht emporzubringen. Er erbaute eine Reihe Treibhäuser von beinahe 400 Fuss Länge und richtete einige derselben zur Aufnahme von Kaffeegästen ein, die hier im Winter unter Blumen ihren Kaffee tranken. Die damalige Neuheit des Blumengartens zog viele Bewohner Berlin's an und die höchsten Herrschaften beehrten denselben mit ihrem Besuche. Die hochseligen Könige Friedrich Wilhelm II. und Friedrich Wilhelm III. haben oftmals ein Dejeuner in den Treibhäusern eingenommen. Auch Se. Majestät der jetzt regierende König erzeigten dem Garten oft die Gnade Ihres Besuches. Diesen Umständen verdankt grösstentheils der Garten sein Emporkommen und seine Erhaltung, denn es wurden dadurch viele Besucher angelockt.

Mein Vater wurde mir 1819 durch den Tod entrissen, er hatte mir das Geschäft bereits 1812 übergeben, welches ich mit abwechselndem Glücke fortgeführt. Mein Bestreben war immer, den Garten nicht allein zu erhalten, sondern auch zu verschönern; ob es mir gelungen, mögen meine Zeitgenossen entscheiden; es war stets mein Bemühen, ein getreuer und gehorsamer Unterthan zu sein und soweit möglich, der Kunst und Wissenschaft zu nutzen und das Menschenwohl zu fördern.

Seit 1845 ist mein Sohn (ebenfalls Peter Friedrich genannt) bemüht, das Werk thätig fortzuführen, es scheint ihm wohl zu gelingen, denn er hat schon manche Verschönerung angebracht. So möge denn das Werk noch lange bestehen und blühen!

F. Bouche sen.

Anschrift

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